Gespräch und Gestalten

Psychotherapie ist Gespräch

Das therapeutische Gespräch dient dazu, Probleme offen anzusprechen und sich mit den eigenen Ängsten, Konflikten und Phantasien auseinander zu setzen. Dabei werden Sie Zusammenhänge zwischen den Problemen und Ihrer Lebensgeschichte entdecken. Es ist bereichernd, sich mit dem Wesenskern seiner eigenen Person auseinanderzusetzen und verborgene Fähigkeiten und Bedürfnisse aufzuspüren. Gemeinsam machen wir uns auf die Suche nach Ihrem individuellen Weg aus den Problemfeldern.

Psychotherapie ist schöpferisches Gestalten

Erfahrungen, die in der Vergangenheit gemacht wurden, haben manchmal spürbare, schmerzhafte Auswirkungen in der Gegenwart, obwohl sie nicht mehr erinnerbar sind und daher kaum oder nur schwer in Worte gefasst werden können. Viel leichter fällt es uns eine Erfahrung in ein Bild zu fassen.

Zeichnung von Frau R.E., April 2011

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Selbst wenn es uns gelingt mit Worten zu beschreiben, was wir Bedeutsames erlebt haben, so können diese Erzählungen oft nicht wirklich gut ausdrücken, wie es uns dabei ergangen ist. Manchmal findet wir beim Sprechen über ein belastendes Ereignis oder Problem überhaupt keinen Zugang mehr zu den eigenen Gefühlen. Die unbewussten Anteile des Konflikts sind nicht zugänglich. Solange wir keinen Zugang zu diesen unbewussten Anteilen haben, finden wir auch keine guten Lösungen.

Diese „Erfahrungsbilder“ nutze ich systematisch in der Therapie. In einem leichten Entspannungszustand leite ich Sie zu inneren Bildern (Imaginationen) an. Diese inneren Bilder setzen sich aus Erfahrungen aus dem realen Leben mit all seinen Verstrickungen und Verwicklungen zusammen. In den inneren Räumen eröffnen sich im Verlauf der Therapie ungeahnte Freiheiten des Wahrnehmens, des Fühlens und des Handelns. Neue Erlebensweisen und neue Lösungswege werden entdeckt. Es ist eine fördernde und die Person stärkende Reise.

Im Rahmen des psychotherapeutischen Prozesses ist das schöpferische Gestalten mit diversen Materialien bedeutsam. Ich ermutige meine Klientinnen und Klienten, zwischen den Therapiesitzungen ihre inneren Bilder zu zeichnen oder zu malen. Der schöpferische Ausdruck ermöglicht es Menschen, auch solchen die „nicht zeichnen können“ und das nie gerne getan haben, bewusste und unbewusste Gefühle und Empfindungen, die während der psychotherapeutischen Sitzung erlebt wurden, zu vertiefen. Ziel dieses kreativen Gestaltungsprozesses ist es, differenzierter zu erleben, sich selbst besser zu verstehen, die eigene Person bewusster zu erfahren und Selbstsicherheit zu gewinnen.

In der anschließenden gemeinsamen Betrachtung der Zeichnung in der folgenden Therapiesitzung können Sie Erkenntnisse für das eigene Erleben und Handeln dazugewinnen und damit Ihre Selbstheilungskräfte stärken.